Das Haus an der Friedhofsmauer


Titel: Quella Villa accanto al Cimetero
Land: Italien 1981
R egie: Lucio Fulci
Uncut Lauflänge: 86 min


Buch: Dardano Sacchetti, Giorgio Mariuzzo
Kamera: Sergio Salvati
Special FX: Gianetto de Rossi, Maurizio Trani
Musik: Romano Rizzati
Darsteller: Catriona MacColl (Katherine MacColl), Paolo Malco, Ania Pieroni, Giovanni Frezza, Dagmar Lassander, Luci Fulci

Medien:
Video Astro, Schwarze Serie uncut
Video Ascot, uncut
Video JPV, uncut
Video UFA, cut
DVD Astro, uncut
DVD Laser Paradise (Red Edition), uncut

Mit "Das Haus an der Friedhofsmauer" wagte Fulci etwas erstaunliches. Dabei ist die Grundstory nicht gerade kompliziert: Eine junge Familie zieht in eine alte Villa, ohne zu ahnen, dass im Keller der untote Dr. Freudstein haust. Dieser transplantiert sich immer wieder neue Körperteile um seinen verwesenden Körper zu erneuern. Die Familie und einige andere Personen stellen ein wunderbares "Ersatzteillager" für Dr. Freudstein dar.... !!!
Fulci würfelt in diesem Film die Genres durcheinander, indem er eine Mischung aus Zombie- Mad Scientist- und Haunted House- Film inszeniert hat. Hinzu kommen noch einige Mysterieelemente (besonders interessant ist die Telepatische Verbindung des kleinen Bob zu dem Mädchen) und das ganze wird als Slasher serviert. Diese Genrevielfalt, die sich in "Das Haus an der Friedhofsmauer" wiederfindet, macht den Film so einzigartig. Die Story ist zwar weitestgehend nebensächlich, da Fulci wieder mal mehr Wert auf eine unheimliche, übernatürlich angehauchte Atmosphäre setzt, aber sie ist in sich schlüssig und originell.

Die Figur des Dr. Freudstein ist sehr schön in Szene gesetzt worden. Anfangs hört man nur keuchendes Atmen und schlurfende Bewegungen, begleitet von einem merkwürdigen Kinderjammern, dass immer dann auftaucht, wenn auch Dr. Freudstein erscheint. Im weiteren Verlauf des Films bekommt man ihn dann natürlich auch ganz zu Gesicht. Der Film glänzt durch seine permanent andauernde, unheilvollgetränkte Atmosphäre und knallharter Spannung, die meist in blutigsten Morden gipfelt. Hier durfte sich wiedermal Fulcis FX- Dauerpartner Gianetto de Rossi austoben, der ja auch schon in den Fulci Filmen "Woodoo- Schreckensinsel der Zombies" und "Paura" (aka "Ein Zombie hing am Glockenseil") für die Effekte verantwortlich war. Aber auch die Location trägt zum gelingen des Films bei. Das Haus, in dem der Film spielt wirkt einfach wunderbar unheimlich, und wenn Dr. Freudstein aus seinem Keller kommt und durch die dunklen Gänge des Hauses humpelt mutiert der Film zum Nervenzerrer.
Einzig und allein das Ende lässt einen etwas im Regen stehen.... !!! FX- Mann de Rossi sagte damals: "Manchmal werden diese Filme auf eine Weise beendet, von der keiner weiß warum...!!"... Genauso geht's dem Zuschauer wenn plötzlich und abrupt mit einem Zitat von Edgar Allen Poe ausgeblendet wird.... !!!
Trotzdem ist "Das Haus an der Friedhofsmauer", durch sein erhebliches Maß an Suspense, Horror und blutigen Effekten einer der besten Filme von Lucio Fulci.

Review © by Leatherface

Bewertung Film:

Qualität: 9
Härte: 7

Bewertung DVD

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Cover/Artwork: -

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