Garden of Love

Originaltitel: Garden of Love
Land: Deutschland/ roßbritannien
Erscheinungsjahr: 2003
Regie: Olaf Ittenbach
Darsteller: Natacza Boon, Daryl Jackson, James Matthew- Pyecha, Andrea Losleben, Martina Schuster, Jacek Gluszko, Bela B. Felsenheimer
Medien:
DVD: Sunrise/ Jojote Entertainment, ca. 84 min. (leicht-) cut
Kino: Österreichpremiere beim Grein Film Fest, uncut
Eine friedliche Hippie- Kommune wird eines Nachts in einem bestialischen Massaker dahin gemetzelt. Nur die kleine Rebecca überlebt schwerverletzt und erwacht nach zwei Jahren aus dem Koma, allerdings ohne jede Erinnerung an die grausamen Vorkommnisse. Sie wird von ihrer Tante und ihrem Onkel großgezogen. Jahre später wird Rebecca plötzlich von grausamen Visionen geplagt, in denen ihr damals ermordeter Vater, der Anführer der Hippie- Kommune, mit ihr Kontakt aufzunehmen versucht. Gemeinsam mit ihrem Freund, versucht Rebecca heraus zu finden, was damals wirklich vorgefallen ist. Am damaligen Tatort angekommen muß Rebecca feststellen, dass ihre damalige Familie als Untote Wesen, die auf Rache sinnen umher wandeln. Rebecca soll ihnen die wahren Mörder von damals ausliefern...
Die Story des neuen Ittenbach Streifens wirkt nicht besonders aufregend. Ist man doch vom "Godfather of German Gore" eher die stumpferen Zombie- Eskapaden gewohnt, die eigentlich immer zugunsten der überaus blutigen Effekte ausgerichtet waren. Bei "Garden of Love" sieht das ganze etwas anders aus. Hier wird sehr viel Wert auf die Geschichte und ihre Figuren gelegt. Des weiteren hat sich Ittenbach endlich mal dazu entschieden einen ernstgemeinten Beitrag zum Horrorgenre ab zu liefern, und nicht wie etwa in "Premutos" oder "Legion of the Dead" komödiantische Elemente mit einfließen zu lassen. Eine erfreuliche Entwicklung, besonders wenn man an den größten Teils verkorksten "Legion..." denkt.
Die Story von "Garden of Love" ist, wie oben schon erwähnt, eigentlich nicht besonders spektakulär und, so scheint es jedenfalls, lässt sie kaum Spielraum für die berühmt berüchtigten Splatterexzesse des Meisters. Doch der Schein trügt gewaltig, denn auch wenn in "Garden of Love" kein Splatteroverkill wie in "Premutos" zustande kommt, so wird in einigen Passagen des Films ordentlich auf die Kacke gehauen. Wird das Massaker an der Hippie- Kommune, welches am Anfang in den Vorspann eingebettet ist, noch eher verhalten präsentiert, so steigert sich der Gewaltfaktor immer weiter um uns in der Mitte des Films ein blutrünstiges Scharmützel der Sonderklasse zu bieten. Hier werden Körper zerrissen, Köpfe zerschossen und zerfetzt, Gesichter zermatscht und und und.... !!! Die Effekte befinden sich dabei wieder mal auf gewohnt gutem Niveau und können durch Qualität wie auch durch Quantität überzeugen. Zum Ende hin nimmt die Zahl der Splattereien zwar ab, an Blutarmut leidet der Film aber auch in diesen Passagen keineswegs. Anzumerken wäre hier noch, dass ich nur die leicht gekürzte deutsche DVD- Fassung von Sunrise gesehen habe, die allerdings nur wenige Federn hat lassen müssen und somit trotzdem noch ein ordentliches Blutbad darstellt.

Auf der schauspielerischen Seite gibt's auch nix zu meckern. Hier befindet sich alles auf brauchbarem B- Film Niveau. Gaststar Bela B. von den Ärzten spielt erstaunlich souverän, und sogar Ittenbach selbst hat nen kleinen Gastauftritt.
Insgesamt wirkt der Film um einiges Reifer als die bisherigen Werke von Ittenbach (was nicht heißen soll, dass die anderen Filme schlecht sind). Die Geschichte wird nun ausgebaut, und nicht zugunsten der Effekte auf das nötigste Beschränkt, die Charaktere haben Zeit sich zu entwickeln und werden allgemein recht interessant dargestellt, der Storyverlauf ist trotz der Vorhersehbarkeit spannend und unterhält auch, wenn gerade mal kein Blut spritzt, die Schauspieler kann man hier auch endlich mal als solche bezeichnen und die Splattereinlagen strahlen nicht mehr diesen überdrehten Charakter aus, sondern wirken durch ihren sparsamen Einsatz viel ernster.
Alles in allem ist "Garden of Love" ein guter Ittenbach- Streifen, der seine Fans keineswegs enttäuschen wird, und der Gorehounds und Horrorfreaks zufriedenstellen sollte.
Review © by Leatherface
Bewertung Film: Qualität: 8 |
Bewertung DVD Bild: - |
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