Ghosts of Mars

Originaltitel: John Carpenters Ghosts of Mars
Regie: John Carpenter
Uncut Lauflänge: 94 min
Buch: Larry Sulkis, John Carpenter
Musik: John Carpenter
Make Up FX: Robert Kurzmann, Greg Nicotero, Howard Berger
Darsteller: Natasha Henstridge, Ice Cube, Pam Grier, Clea Duvall, Jason Statham,
Medien:
Fassungen in Deutschland:
Video, Columbia Tristar, Fsk 18, uncut
DVD, Columbia Tristar, Fsk 18, uncut
John Carpenters jüngster Film, hatte es nicht leicht. Vernichtende Kritiken
von allen Seiten führten zu einem Katastrophen- Flop. Dabei ist Carpenters
Film keineswegs das Desaster von dem immer Berichtet wird.
Eine Truppe von Elite- Polizisten soll einen gefährlichen Sträfling
von einer Mars Kolonie abholen. Doch als sie auf dem roten Planeten nichts weiter
als geköpfte Leichen finden stellt sich schnell heraus, dass dieser Einsatz
mehr wird als eine einfache Gefangenen Eskorte. Denn die Mars- Kolonisten wurden
von merkwürdigen Lebewesen in gefährliche, amoklaufende Bestien verwandelt,
die nun Jagd auf den zusammengewürfelten Haufen aus Polizisten und Gangstern
macht....
John Carpenter greift hier wieder ein Grundkonzept auf, dass er schon bei "Assault
on Precinct 13" oder bei "The Thing" angewandt hat: Ein zusammengewürfelter
Haufen der unterschiedlichsten Charaktere muss sich gegen eine übermächtige
Gefahr behaupten. Natürlich gibt's innerhalb der Gruppe die üblichen,
Klischee beladenen Figuren, wie die schlagkräftige Einzelgängerin,
in diesem Fall Natasha Henstridge, ihren sie ständig angrabenden Partner
Jericho und natürlich den obercoolen Gangster, gespielt von Ice Cube, der
eigentlich doch gar nicht so mies ist wie er scheint.... !!! Natürlich
gewinnt Carpenter mit dieser Figurenzeichnung keinen Preis für Originalität.
Die zeigt sich eher bei Carpenters Erzähweise der Story. In Rückblenden
werden einige parallel verlaufende Handlungsstränge dem Zuschauer näher
gebracht. Dies ist mitunter auch nicht neu, aber übersichtlich und gekonnt
inszeniert worden. Richtig Punkten kann der Film aber in Sachen Action und Atmosphäre.
Wenn man den Kulissen auch ihr geringes Budget ansieht, schafft es Carpenter
eine bedrückende Stimmung zu erzeugen, die von der kahlen Marslandschaft
ausgeht. In der Kolonie, in der keine Menschenseele zu sehen ist es schön
unbehaglich. Wenn dann die Mars- Mutanten loslegen, regiert das Chaos. In den
Actionszenen wird geballert, geprügelt, gestochen und gestorben was das
Zeug hält. Die schier unendliche Gegnerschar verspricht einen angenehm
hohen Bodycount, in den sich sogar vereinzelte, recht derbe Splatterszenen eingeschlichen
haben. Das alles wird einem zu gitarrenlastiger Metal- Mucke serviert und mit
markigen One- Linern kommentiert. Etwas aufgesetzt wirkt allerdings das offene
Ende des Films, dass nicht so recht in das Gesamtbild passen will.
John Carpenters "Ghosts of Mars" ist mit Sicherheit nicht Carpenters
bester, allerdings bei weitem auch nicht sein schlechtester Film. Ein "No-
Brain"- Film könnte man sagen, der als simpler Action- Reißer
bestens funktioniert. Es muss ja nicht immer so üppig sein...
Review © by Leatherface
Bewertung Film: Qualität:
7 |
Bewertung DVD Bild:
- |
Bewertung maximale Punktzahl 10 !